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Rückblick auf meine gebloggten Werke

Vor Kurzem habe ich in meiner Bildergalerie auf meine genähten Werke zurückgeblickt und dachte mir, „Warum eigentlich nicht auch darüber schreiben?“. In diesem Beitrag will ich einen Blick in meine aktuelle Garderobe werfen, sortieren, bewerten und hoffentlich auch ein Fazit ziehen.

Nicht & wenig getragen, aussortiert

Den Beginn machen die wenig oder nicht getragenen Kleidungsstücke. Die traurigen Spitzenreiter sind die Aria Fleecejacke und der Stockholm Blazer. Beides sind keine schlechten Projekte, aber der Schnitt bin ich einfach nicht (mehr). Besonders die Aria hätte mein 2010er Ich sicher gerne getragen, aber als ich sie genäht habe war ich da wohl schon drüber hinaus. Ich habe die Jacke noch nie getrragen. Überhaupt vermute ich, dass ich mit den genähten Silhouetten „die ich ja immer gerne mochte“ meist eigentlich zu spät kommen für meinen Geschmack. Ich darf vielleicht mehr außerhalb meiner Komfortzone nähen, bzw. die Überlegungen mit denen ich die Schnitte wähle sind zu vorsichtig. Ansonsten finden sich in dieser Kategorie auch noch Stücke die entweder Passformmängel haben oder nicht gut zu mir passen. Damit aussortiert.

Die letzten beiden Bilder, der Regenmantel und die Lander, hat nicht das gleiche Schicksal wie den Rest ereilt. Der Regenmantel hatte bisher einfach wenig Gelegenheit, weil er durch seine Länge halt kein Stück ist, das unkompliziert zu transportieren ist, sobald es aufhört zu regnen. Also wähle ich ihn nur an totalen Regentagen und auch nur, wenn ich nicht mit dem Rad fahre. Bei der Lander stimmt irgendwas mit dem Bund einfach nicht, der zwickt und drückt, obwohl ich ihn schon erweitert habe. Ich denke die Krümmung ist zu stark. Da muss ich im Herbst die Muse finden, abtrennen und einen neuen, besseren Bund nähen.

Getragen, genutzt, solides Ergebnis

Das sind Werke die ich gelungen finde, manche etwas mehr, manche etwas weniger, aber insgesamt zufriedenstellendes Ergbenis. Sie werden nicht aussschließlich getragen, aber wenn die Gelegenheit passt, ziehe ich sie an und fühle mich wohl darin.

Lieblinge & Highlights

Diese Ergebnisse dafür machen mich einfach glücklich! Anziehen & wohlfühlen.

Ganz zum Ende – es ist euch aufmerksamen Besucherinnen sicher aufgefallen – habe ich noch zwei neue Bilder aufgenommen, diese Shorts waren nämlich mein Sommerliebling! Ich habe die Jeans in einer Kleiderkammer in Zürich entdeckt. Sie waren mir viel zu kurz, der Bootcut begann schon auf Höhe meines Oberschenkels. Darum habe ich die Hose abgeschnitten und jeweils ein Godet in die Seitennaht eingesetzt, um das Bein zu erweitern. Jetzt finde ich die Beinweite gut und der Sitz am Körper ist auch sehr angenehm. Ich hätte zu Beginn ja nicht gedacht, dass dieses Recycling ein Freizeit-Hitze-Lieblingsteil werden könnte.

Fazit

Was kann man aus diesen Galerien feststellen? Schaut man sich die Arten von Kleidungsstücken an, zeigt sich zu aller erst, dass Hosen bei mir die sicherste Wahl sind. Bei 11 Hosen haben es nur zwei in die schlechteste Kategorie geschafft. Bei einer war es eine falsche Materialwahl meinerseits, bei der anderen ein Nähfehler am Bund (der ja noch verbessert wird). Auch bei den Kleidern sieht es mit einer Erfolgsquote von 91% gut aus, allerdings sind weniger Highlights als bei der Hosenkategorie dabei. Das größte Risiko herrscht bei Jacken und Röcken. Da liegt die Wahrscheinlichkeit dass ich sie mag bzw. sie mir gelingen nur bei rund 50%.

Welche Projekte sind außerdem zukünftig noch erfolgsversprechend: Upcycling und Projekte aus Wolle bzw. Denim kann ich mit gutem Gefühl angehen.

Mal schauen, wie ich dieses Wissen auf die kommenden Projekte anwenden kann, oder ob ich mich entweder zu sehr von Gelüsten (Muss-ich-haben) leiten lasse oder zu verkrampft etwas wähle was ich ja bisher auch gerne trage, mit dem Risiko die genähte „Kopie“ dann aber langweilig/veraltet zu finde.

Ob wohl die MeMadeMittwoch Damen wissen, welche Kategorie ihnen am ehesten gelingt?

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