Allgemein Me Made Mittwoch

Shirt Liv aus Leinenjersey

Bei Marie’s Kit, einem Stoffgeschäft aus Münster, das auf Naturstoffe spezialisiert ist, habe ich 2m Leinenjersey entdeckt und gleich gekauft. Ich habe für den Admin aus dieser Stoffart schon mal ein Shirt genäht und wollte seitdem auch eines für mich selbst. Der beige Stoff hat 280g/m² und trägt sich auf der Haut sehr angenehm. Er ist nicht glatt, sondern hat eine gewisse Rauheit, die ich aber gerade bei Hitze sehr angenehm finde. Im Juli werde ich den Stoffladen auch vor Ort besuchen und ich freue mich schon sehr darauf.

Das Schnittmuster das ich für dieses Shirt verwendet habe ist von Bara Studio und heißt Liv. (Die Verwechslungsgefahr mit dem sehr viel genähten Pattydoo Liv Schnitt finde ich nicht ganz optimal.) Liv hat überschnittene Schultern, ist ein wenig oversize geschnitten und hat nur mittlere Leibhöhe. Genäht habe ich Größe S und hatte damit einen Stoffverbrauch von 0,6m. Vorsichtshalber, da auf den Modellfotos die Front eher für kleine Oberweiten ausgelegt zu sein scheint, habe ich eine Jersey FBA mit 3cm gemacht und ein Narrow Back Adjustment von ebenfalls 3cm. Die Schultern sind um 1cm verbreitert.

Ein einfaches Teil, das sich gut nähen lies und ein Stoff, der sich schön tragen lässt. Eines dieser Shirts, die man morgens völlig gedankenlos wählen kann und dann den ganzen Tag gerne trägt. Allerdings bin ich mir mit der Passform am Rücken noch nicht hundertprozent schlüssig.

Dazu habe ich heute tatsächlich nicht mehr zu schreiben, der Rest des Stoffs wurde wieder eine Herrenvariante, die ist etwas besonderer und folgt dann nächsten Monat zum MeMadeMittwoch.

14 thoughts on “Shirt Liv aus Leinenjersey

    1. Wenn du Viskose Jersey auf der Haut wegen seiner Feinheit magst, ist der Leinenjersey vielleicht nicht das Richtige für dich. Aber wenn du zum Beispiel leicht kratzige Handtücher magst, die bei der Verwendung weicher werden, kann ich dir den Leinenjersey wirklich empfehlen.
      Grüße, Tina

  1. Spannend – heute morgen hab ich noch überlegt: „Normaler Baumwoll-Jersey ist mir oft zu dick, v.a. für den Sommer, gibt es sowas wie Leinenjersey? Das wäre mal ein interessanter Versuch für ein Shirt oder Top.“
    Und siehe da, Tina präsentiert meine Gedanken. Super!

    Dein Shirt gefällt mir sehr sehr gut und der Schnitt steht dir sehr. Beim Namen könnte ein Schelm ja denken „hm… ein gleicher Name für ein Shirt wie ein bereits erfolgreicher Schnitt, das könnte mir ja in den Netzwerken dieser Welt helfen und für ein Plus an Klicks sorgen…“
    Ich glaube, ich verstehe was du beim Rücken meinst. Aber ich sehe gerade nicht, ob diese Falte unter dem Label immer ist oder nur je nachdem wie du dich bewegst und/oder ob das Label zu schwer ist und etwas nach unten zieht? Schlimm finde ich es auf jeden Fall nicht.
    LG Miriam

    1. Was? Das freut mich, das ich dir einen Vorschlag machen kann!
      Oh, an den Kniff mit der Benennung habe ich gar nicht gedacht, aber da könntest du Recht haben.
      Ich sehe beim Rücken eher die Weite in der Seite die wieder etwas unschön fällt und mich so breit macht. Aber deine Beobachtung stimmt auch, der Nacken macht eine Falte.
      Grüße

  2. Bislang hatte ich nur ein Kaufshirt aus Leinenjersey, auch weil mir das Material in von mir bevorzugten Farben noch nicht über den Weg lief. Das jedenfalls trug sich viele Jahre sehr angenehm. Nun wartet schon länger ein schwarzer Leinenjersey auf Verarbeitung, irgendwie sind T-Shirts, auch die aus Baumwolljersey, gerade nicht so meins. Dein schlichtes T-Shirt ist ein guter Kombipartner und wirkt angenehm kühl für die derzeit vorherrschenden Temperaturen. Die von dir vorgenommenen Anpassungen beim Schnitt haben sich ausgezahlt.
    Münster im Juli wäre es bei mir auch fast geworden. Nun steigen wir bereits in Köln aus dem Zug, bevor wir zum Nähwochenende weiterreisen. Viel Spaß jedenfalls.
    Liebe Grüße heike

    1. Wir hätten uns in Münster treffen können? Das wäre ja der Wahnsinn gewesen. Aber ein ander Mal klappt es bestimmt.
      Das kenne ich auch, man hat Phasen mit Vorlieben. Vielleicht kommt die T-Shirt Lust ja zurück.
      Grüße, Tina

    1. Ich kann es nur empfehlen, allerdings ist ein Schnitt wichtig, der wenig Elastizität erfordert. Die hat der Leinenjersey nämlich nicht, sondern leiert wenn dann.
      Grüße

  3. Leinenjersey hatte ich schon mal und fand das MAterial auch super angenehm für sehr heisse Tage, die wir ja jetzt immer mehr haben. Deinen Punkt mit dem Rücken sehe ich auch, aber est nach deiner Erwähnung. Insgesamt ist das Shirt sehr lässig da ist die Frage ob sich da noch Mühe lohnt. Gruß vo Jeanette

    1. Stimmt, für dieses Shirt würde ich auch keine Änderung mehr machen, aber nach dem Shirt ist ja vor dem Shirt. Darum die Überlegung, ob ich den Rücken Vorsicht einfach mit einer Teilungsnaht mache beim nächsten Mal.
      Grüße

  4. Mit Leinenjersey habe ich noch keine Erfahrung gemacht, da ich aber im Sommer am liebsten superglatte Hemdenbaumwolle trage, ist das wohl eher kein Stoff für mich. Das Shirt sieht schön aus und Deine Anpassungen haben gut funktioniert. Mir ist im Rücken nur der Ausschnitt aufgefallen, die Seiten finde ich normal für eine lockeres Shirt.
    Liebe Grüße, Stefanie

  5. Mmh, der Schnitt ist locker, gerade und kastig konstruiert mit überschrittenen Schultern – genäht in Leinenjersey, der „trockener“ fällt als Modal bspw. Ich denke, dass muss so! Bevor ich den Rücken im Schnitt ändern würde, würde ich ihn nochmals aus einem anderen Jersey nähen. Vielleicht aus einer gestrickten Leinen-Viskose-Mischung. Die von Dir erwähnte Haptik auf der Haut bleibt, aber die Mischung fällt weicher und fließt mehr um den Körper.
    Kann verstehen, dass das Shirt ein Evergreen ist, schick und unkompliziert zugleich.
    Liebe Grüße Manuela

    1. Ja, der Schnitt ist oversize und ich will ihn auch gar nicht eng machen, nur die Weiten an die Stellen verlagern wo sie bei meinen Proportionen sein sollen. Du kennst mich ja, ich ändere halt sogar oversize Shirts. Aber mir ist die Ironie bei der ganzen Sache durchaus bewusst. Nur wenige feilen bei einem Stil, der von der Industrie unter anderem deshalb verkauft wird, weil er allen „passt“, an der Passform. 😀
      Grüße, Tina

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